Am 05.06.2025 fiel der Startschuss für ein neues Forschungsprojekt des LPV zur Nährstoffversorgung von Naturschutzflächen. Das Projekt wird durch das Biodiversitätszentrum Rhön (Regierung von Unterfranken) gefördert. Am 18.11.2025 trafen sich die Projektbeteiligten in der Huschermühle, um die nächsten Schritte für 2026 zu koordinieren. Weitere Infos: Nährstoff-Projekt
Anfang November entstand auf der Golfanlage in Hof die größte Streuobstwiese des Jahres 2025 im Hofer Land. Landwirte des Maschinenring e.V. haben im Auftrag des LPV 82 Hochstammobstbäume gepflanzt. Die Maßnahme wurde mit Mitteln des Bayerischen Umweltministeriums gefördert und bereichert künftig die Artenvielfalt auf dem mehrfach ausgezeichneten „Blühenden Golfplatz“ (Foto: Dieter Schelzel). Detaillierte Informationen zur Pflanzung: Die Golfanlage pflanzt Zukunft
Wenn im zeitigen Frühjahr die Amphibienschutzzäune aufgestellt wurden, geht es an die Streuobstpflege: Dann schneiden die zertifizierten Obstbaumpfleger des LPV zahlreiche Obstbäume im Hofer Land. Hier finden Sie Informationen zu Förderangeboten, wie z.B. der Pflege oder Anlage von Streuobstwiesen: Förderangebote
Im Frühjahr 2026 wurden auf zehn Flächen im Hofer Land Untersuchungsparzellen angelegt und Bodenproben entnommen. Die Arbeiten erfolgten im Rahmen des Nährstoffprojekts des LPV, das gemeinsam mit der Kreisgruppe des Bund Naturschutz Hof umgesetzt und vom Biodiversitätszentrum Rhön (Regierung von Unterfranken) finanziert wird. Weitere Infos
Manche Pflanzen haben auf geschützten Biotopflächen einfach nichts zu suchen, z.B. gebietsfremde Gartenarten. An einem großen Magerrasen im Hofer Stadtgebiet haben die Landschaftspfleger im Frühjahr 2026 deshalb die Kaukasus-Fetthenne entfernt, die sich auf felsigem Untergrund breitmacht und die eigentlich wertvollen Arten wie das gefährdete Bergsandglöckchen verdrängt. Die Maßnahme wurde durch das Bayerische Umweltministerium gefördert.
Auch wenn das Serpentinit-Projekt des LPV bereits 2025 abgeschlossen wurde, gehen die Maßnahmen zum Erhalt der Standorte weiter. Im April 2026 wurden an einem Standort im Naturschutzgebiet „Wojaleite und Haidleite“ Felsspalten per Handarbeit von Moos- und Erdauflage befreit. Dort kann sich jetzt der stark gefährdete Braungrüne Streifenfarn weiter ausbreiten. Weitere Informationen: Serpentinit-Projekte
Obwohl das Bundesprojekt Arnika des LPV seit beinahe 10 Jahren abgeschlossen ist, kümmert sich der LPV weiterhin um die Standorte der seltenen Heilpflanze. Damit die Arnika weiterhin blühen und sich ausbreiten kann, wurden im April 2026 zwei Flächen im Rehauer Forst gestriegelt, das heißt Moos aus der Wiese mittels Sportplatzstriegel entfernt. Mehr Infos: Arnika-Projekt
Landschaftspflege erhält den Lebensraum des stark gefährdeten Holunder-Knabenkrauts. Diese heimische Orchidee wächst nur an wenigen Standorten im Frankenwald. Das Besondere an ihr: Sie blüht entweder purpurfarben oder gelb. Die Flächen werden einmal im Jahr gemäht und das Mahdgut abtransportiert. Weitere Details, warum Landschaftspflege nötig ist: Infos Landschaftspflege
Jedes Jahr im Frühling stehen die Obstbäume im Hofer Land in voller Blüte. Streuobstwiesen bereichern nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch die Artenvielfalt als Lebensräume für Vögel, Insekten und viele Wiesenkräuter. Dank der Fördermittel des Bayerischen Umweltministeriums konnte der LPV Hof seit seiner Gründung im Jahr 1992 mehr als 87 ha Streuobstwiesen anlegen – das sind 121 Fußballfelder! Weitere Infos
Im Mai 2026 starteten die botanischen Untersuchungen im LPV-Forschungsprojekt zur Nährstoffversorgung von Naturschutzflächen: Mehrere Biologinnen und Biologen haben die Pflanzenvielfalt auf zehn Untersuchungsflächen im Hofer Land erfasst. Weitere Infos: Nährstoff-Projekt
Die meisten Landschaftspflege-Flächen werden erst ab Juli gemäht, damit regionaltypische Kräuter ihre Samen ausbilden können. Manchmal erfolgt die Pflege aber auch früher, um bestimmte Tier- und Pflanzenarten zu fördern: An den Wuchsorten des Gewöhnlichen Teufelsabbiss mäht der Pflegetrupp des Bund Naturschutz Hof bereits im Juni Teilbereiche, damit Gräser zurückgedrängt werden und Platz für die Futterpflanze des extrem seltenen Goldenen Scheckenfalters entsteht. Weitere Infos zum Schutz des Goldenen Scheckenfalters finden Sie auf der Internetseite des Bund Naturschutz Hof: Scheckenfalter-Projekt
Die gebietsfremde Lupine blüht zwar schön, hat in der freien Landschaft aber nichts zu suchen. Denn sie verdrängt regionaltypische seltene Pflanzen. Auf dem Foto steht sie z.B. inmitten einer Storchschnabelwiese in direkter Nähe zum Untreusee. Damit sie sich nicht weiter vermehren kann, rücken ihr die Landwirte des Maschinenring Münchberg zu Leibe: Auf mehreren Landschaftspflegeflächen werden jährlich zahllose Lupinen aus den Wiesen herausgestochen oder abgemäht.
Viele der schönsten und artenreichsten Flächen im Hofer Land werden durch den LPV gemäht und so erhalten. Insgesamt pflegt der LPV über 114 ha Biotopflächen im Hofer Land. Diese bieten vielen Insektenarten Lebensraum, Nektar und Pollen. Die Maßnahmen werden durch Mittel des Bayerischen Umweltministeriums gefördert. Weitere Informationen zu den Landschaftspflege-Flächen: Biotop-Pflege
Im Rahmen seiner Projekte hat der LPV Hof an besonderen Flächen auch Informationstafeln aufgestellt. Im Frankenwald können Sie sich z.B. an der großen Streuobstwiese in Schwarzenbach am Wald, im Culmitztal oder an der Bürgerscheune in Geroldsgrün über die regionaltypischen Bergmähwiesen informieren. Weitere Informationen finden Sie z.B. unter: LPV-Projekte
2025 hat ein Biologe im Auftrag des LPV an einem kleinen Serpentinit-Felsbereich in der Nähe des Perlenradwegs Moos- und Graspolster entfernt. So wurden Felsspalten freigelegt und Ansiedelungsmöglichkeiten für seltene Farne geschaffen. Die gefährdete und besonders geschützte Pfingstnelke fühlt sich nun auf den besonnten Felsköpfen wohl. Informationen zu diesen Maßnahmen: Serpentinit-Projekte
Rund 70 km Alleen hat der LPV in den vergangenen 34 Jahren gepflanzt. Viele dieser Alleen haben mittlerweile ein stolzes Alter und die Bäume eine beachtliche Größe erreicht. Die Alleen und Baumreihen dienen als wichtige Vernetzungsstruktur für z.B. Vögel und bereichern nicht nur im Frühling das Landschaftsbild im Hofer Land. Zahlen und Fakten zur Arbeit des LPV finden Sie unter Zahlen und Fakten
Nach der Mahd werden unterschiedliche Nährstoffe auf den Untersuchungsparzellen ausgebracht.
Das Projekt des LPV zur Nährstoffversorgung von Naturschutzflächen ging im Sommer 2026 in die nächste Etappe: Nach der Mahd der Flächen wurden unterschiedliche Nährstoffe auf den Untersuchungsparzellen ausgebracht. Dies wird in den kommenden Jahren mehrfach wiederholt, begleitet von einem Monitoring der Pflanzenarten. Erforscht wird, wie sich die unterschiedlichen Nährstoffe auf die botanische Artenvielfalt auswirken. Weitere Infos: Projekt Nährstoffe
Der LPV kümmert sich um die Pflege von zahlreichen Wiesen im Hofer Land. Darunter sind nasse Talauen, trockene Magerrasen, feuchte Orchideenwiesen oder steile Berghänge. Eine dieser Flächen ist die im Frühsommer wunderschön blühende Streuobstwiese Peunthe in Schwarzenbach am Wald. Nach der Hauptblüte wird die Fläche gemäht und das Mahdgut abtransportiert. So werden die Landschaftspflegeflächen als wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten geschützt und erhalten. Diese Arbeit wird mit Mitteln des Bundes und des Freistaats Bayern aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes gefördert und von der Europäischen Union kofinanziert.
Viele Landwirte haben sich auf die Landschaftspflege spezialisiert und spezielle Mähgeräte angeschafft. Sie sind beinahe ganzjährig in der Landschaftspflege tätig. Gerald Schmutzler aus Pilgramsreuth kann mit seinem Aebi-Mähtrac beispielsweise Feuchtwiesen oder steile Hänge mähen, auf denen normale Traktoren nicht sicher fahren könnten.
Die Thüga SmartService GmbH aus Naila unterstützt die Arbeit des LPV Hof. Mit einer großzügigen Spende von 6.800 € wurde u.a. die Pflanzung einer Streuobstwiese finanziert, die CO² bindet und Lebensraum für Insekten und Tiere bietet (Foto: Thüga). Weitere Infos zur Spende und der weiteren Zusammenarbeit mit der Thüga finden Sie unter Aktuelles
Alljährlich findet mit Schülerinnen und Schülern der Landwirtschaftsschule Münchberg eine Exkursion zu Landschaftspflegeflächen statt. Dabei zeigen Regina Saller vom LPV (1. Reise, zweite von links) und Stefan Braun (Biodiversitätsberater des Landkreises Hof, vorne links), dass die Landschaftspflege bzw. der Vertragsnaturschutz eine zusätzliche Einkommensquelle für Landwirtinnen und Landwirte sein kann (Foto: Lisa Schwemmlein).
2021 bis 2023 hat sich der LPV Hof als Teil der landesweiten Initiative NATÜRLICH BAYERN für mehr blütenreiche Lebensräume auf kommunalen Flächen engagiert. Dabei wurde unter anderem diese kleine Verkehrsinsel am Saaleradweg an der Ascher Straße mit Saatgut aus dem Frankenwald angereichert. Im Sommer 2025 hat dort die gefährdete Perückenflockenblume über Wochen geblüht. Weitere Infos zum Projekt finden Sie unter Projekte/NATÜRLICH BAYERN
Mit Fördermitteln des Bayerischen Umweltministeriums wurden im Herbst 2025 gemeinsam mit den Landwirten des Maschinenring Münchberg e.V. mehr als 200 Hochstammobstbäume gepflanzt. Seit Gründung des LPV 1992 wurden mehr als 91 ha Streuobstwiesen angelegt – das entspricht über 6000 Obstbäumen für das Hofer Land. Weitere Infos zur Neuanlage von Streuobstwiesen finden Sie unter Schaffen neuer Lebensräume
Anspruchsvolles Gelände benötigt spezielle Technik. Für besonders steile Hängen oder nasse Flächen hat der Bund Naturschutz (Kreisgruppe Hof) eine ferngesteuerte Mähraupe angeschafft. Beauftragt vom LPV, hat er im Oktober 2025 die ehemalige Skischneise am Döbraberg gemäht. Die Mahd erfolgt dort alle drei Jahre zur Offenhaltung.
Wussten Sie, dass es im Hofer Land ein seltenes, schwermetallhaltiges Gestein gibt, auf dem einzigartige Pflanzen gedeihen? Bei Woja und Wurlitz können Sie einige dieser Felsstandorte entlang des neuen LPV-Wanderwegs „Mit dem Schlangenstein um die Wurlitzer Alm“ besichtigen. Der Wanderweg wurde mit Abschluss eines vom Bayerischen Umweltministerium geförderten Projekts im April 2025 eingeweiht (Fotos: Landkreis Hof). Weitere Infos zum Projekt und dem Wanderweg finden Sie unter Projekte/ Serpentinit
Die Böschung am Isaarer Weg bei Unterkotzau wird schon viele Jahre vom LPV gemäht. Dort kann man im Frühsommer bspw. die Wiesen-Witwenblume in wunderschönen Blühstreifen entdecken. Wüchsige Teilbereiche werden zum Ausmagern zweimal jährlich gemäht, um den Blütenreichtum zu fördern.
Hecken durchziehen das gesamte Hofer Land. Damit sie nicht überaltern und ihre Funktion als Lebensraum verlieren, müssen Hecken regelmäßig gepflegt werden. Im Winter sind mehrere Pflegetrupps im Hofer Land unterwegs und setzen die alten Gehölze abschnittsweise auf Stock. Weitere Infos finden Sie unter Entholzung / Gehölzpflege